ChatGPT Prompt verbessern – Methode & praxisnahe Beispiele

ChatGPT Prompts verbessern

Warum gute Ergebnisse nichts mit „richtigen Fragen“ zu tun haben

Viele Menschen sind enttäuscht von den Antworten einer KI.
Sie wirken oberflächlich, allgemein oder nicht brauchbar.

Der Grund liegt selten im System selbst –
sondern fast immer in der Art, wie der Prompt formuliert ist.

Ein guter Prompt ist keine Frage an die KI,
sondern eine Arbeitsanweisung an ein System.

Dieser Artikel zeigt, wie man bestehende Prompts gezielt verbessert –
ohne sie komplett neu zu schreiben und ohne Prompt-Engineering lernen zu müssen.

Warum Prompts oft scheitern

KI-Systeme arbeiten nicht wie menschliche Gesprächspartner.
Sie interpretieren keine Absichten, sondern verarbeiten Anweisungen.

Wenn ein Prompt scheitert, liegt das meist daran, dass:

  • das Ziel unklar ist

  • wichtige Rahmenbedingungen fehlen

  • mehrere Erwartungen gleichzeitig bestehen

  • das gewünschte Ergebnis nicht überprüfbar ist

Das führt nicht zu „falschen“ Antworten,
sondern zu beliebigen.

Prompts sind Arbeitsanweisungen – keine Gespräche

Viele Prompts sind wie spontane Fragen formuliert:

„Kannst du mir einen Text schreiben …?“
„Was hältst du von …?“

Für Menschen ist das ausreichend.
Für Systeme nicht.

Ein System braucht:

  • ein klares Ziel

  • einen Kontext

  • Prioritäten

  • ein erwartetes Ergebnis

Erst dann kann es sinnvoll arbeiten.

Deshalb gilt:

Je besser die Arbeitsanweisung,
desto besser die Antwort.

🔍 Diagnose: Warum funktioniert dein Prompt nicht?

Bevor du etwas verbesserst, solltest du verstehen, wo das Problem liegt.
In den meisten Fällen ist es ein Hauptfaktor, nicht alles gleichzeitig.

1. Ziel unklar

Kannst du in einem Satz sagen, wann die Aufgabe erfolgreich ist?

→ Nein? Dann optimiert das System auf Allgemeinheit.

2. Keine Rolle definiert

Ist klar, aus welcher Perspektive geantwortet werden soll?

→ Nein? Dann entsteht eine neutrale, austauschbare Antwort.

3. Fehlender Kontext

Kennt das System Zielgruppe, Situation oder Rahmenbedingungen?

→ Nein? Dann wird geraten.

4. Kein Ausgabeformat

Ist festgelegt, wie die Antwort aussehen soll?

→ Nein? Dann ist sie schwer weiterzuverwenden.

5. Keine Grenzen

Ist klar, was nicht passieren soll?

→ Nein? Dann entstehen Floskeln oder Übertreibungen.

👉 Wichtig:
Verbessere nicht alles auf einmal.
Setze dort an, wo dein Prompt tatsächlich scheitert.

Die Methode: Prompts gezielt verbessern

Ein Prompt wird nicht besser, indem man ihn verlängert,
sondern indem man ihn präzisiert.

Die folgenden Stellschrauben sind die entscheidenden:

1. Ziel explizit machen

Nicht was getan werden soll, sondern wofür.

2. Rolle festlegen

Eine Rolle steuert Ton, Perspektive und Anspruch.

3. Kontext ergänzen

Kontext reduziert Annahmen und erhöht Relevanz.

4. Ausgabeformat definieren

Das Format ist eine Form der Qualitätskontrolle.

5. Einschränkungen setzen

Grenzen verhindern Beliebigkeit.

Alle fünf Punkte folgen derselben Logik:

Die Arbeitsanweisung wird klarer – nicht kreativer.

Beispiel: Ein Prompt Schritt für Schritt verbessert

Ausgangs-Prompt

Schreibe einen Marketingtext für mein Produkt.

Diagnose
Ziel, Rolle, Kontext und Format fehlen.

Verbesserte Version

Du bist ein erfahrener Marketing-Texter.
Erstelle einen Marketingtext mit dem Ziel, ein digitales Tool verständlich zu erklären.
Zielgruppe sind Selbstständige ohne KI-Vorkenntnisse.
Gib die Antwort als strukturierte Liste mit maximal fünf Punkten aus.
Verwende keine Marketing-Floskeln.

Der Unterschied liegt nicht im Inhalt,
sondern in der Qualität der Anweisung.

Warum das mehr ist als „Prompt-Technik“

Wer lernt, Prompts zu verbessern, lernt nicht nur ein KI-Werkzeug zu bedienen.
Er lernt, klar zu formulieren, was erreicht werden soll.

Damit berührt Prompting eine grundlegendere Fähigkeit:

die Fähigkeit, mit Maschinen sprechen zu können.

Nicht im Sinne von Programmieren,
sondern im Sinne von bewusstem, systematischem Ausdruck.

👉 Dieser Gedanke wird im nächsten Artikel vertieft:
„Die Fähigkeit, mit Maschinen sprechen zu können“
(dort geht es um die zugrunde liegende Kompetenz – die vielleicht mächtigste Fähigkeit).

Einordnung im Lernpfad

Dieser Artikel zeigt eine praktikable Methode, mit der sich bestehende Prompts gezielt verbessern lassen.
Er hilft dabei, typische Schwächen zu erkennen und bewusster an den entscheidenden Stellschrauben zu arbeiten.

Der kostenlose Anwenderkurs dient der Orientierung.
Er vermittelt ein grundlegendes Verständnis dafür, wo KI sinnvoll eingesetzt werden kann und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.

Der Lernkurs baut darauf auf und geht deutlich weiter.
Er vertieft die hier vorgestellte Methode, ordnet sie in einen klaren Arbeitsprozess ein und macht sie über verschiedene Anwendungsfälle hinweg verlässlich anwendbar.

Während dieser Artikel dabei hilft, einzelne Prompts zu verbessern, entwickelt der Lernkurs die Fähigkeit, systematisch mit KI zu arbeiten – nachvollziehbar, wiederholbar und unabhängig vom jeweiligen Thema.

Fazit

Ein guter ChatGPT-Prompt ist keine Magie, sondern eine klare Arbeitsanweisung.
Wer Ziel, Rolle, Kontext, Format und Grenzen bewusst steuert, erhält deutlich bessere Ergebnisse –
ohne technisches Vorwissen und ohne komplexes Prompt-Engineering. 


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